Ernährung und sportliche Aktivitäten haben einen enormen Einfluss auf Arthroseschmerzen. Studien haben gezeigt, dass Arthrosesymptome bei fett- und cholesterinreicher Ernährung schlimmer werden können. Auch Salz, Zucker und Alkohol können die Arthrose verschlimmern, während eine Ernährung mit mehr Ballaststoffen, die z. Bsp. Obst und Gemüse enthält, zur Schmerzlinderung beitragen kann.
Körperliche Bewegung hilft, die Beweglichkeit von Gelenken zu erhalten und die Kniemuskeln zu stärken. Da Sportarten, die das Kniegelenk stark belasten, wie z. Bsp. Joggen, Basketball und Tennis die Knieschmerzen verschlimmern können, sollten diese vermieden werden. Besser geeignet sind Sportarten, wie Schwimmen, Radfahren und leichte Gymnastik.
Ernährung in Kombination mit körperlicher Bewegung spielt eine weitere wichtige Rolle bei der Linderung von Knieschmerzen, da sie bei der Gewichtskontrolle hilft. Wird das Kniegelenk durch ein geringeres Körpergewicht belastet, nutzt sich das Gelenk weniger rasch ab. Manchmal führt sogar schon eine Gewichtsabnahme zum Abklingen der Knieschmerzen.
Glukosamin und Chondroitin
Glukosamin and Chondroitinsulfat sind natürliche Substanzen, die vom menschlichen Körper produziert werden und in der Gelenkflüssigkeit bzw. im Knorpel vorkommen. Viele Menschen glauben, dass die Einnahme von Glucosamin- und Chondroitinpräparaten (die z. Bsp. aus Schalentieren, Rindern und Haien gewonnen werden und überall dort erhältlich sind, wo Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden) helfen kann, die Schädigung durch Arthrose einzudämmen und vorhandene Schäden sogar zu beheben. Studien haben bei Arthrosepatienten eine Symptomlinderung nach Einnahme dieser Präparate gezeigt, aber es wird noch untersucht, wie groß Ihr tatsächlicher Nutzen ist. Diabetiker oder Patienten, die Blutverdünnungsmittel nehmen oder gegen Schalentiere allergisch sind, sollten vor der Einnahme von Chondroitin oder Glukosamin unbedingt ihren Arzt fragen.
Indischer Weihrauch (Boswellia serrata)
Indischer Weihrauch (Boswellia serrata) wird aus einer indischen Baumart gewonnen und ist überall dort erhältlich, wo es Vitamine und andere Nahrungsergänzungsmittel gibt. Dieser Stoff gilt schon seit langem als hilfreich bei Arthritis- und Arthroseschmerzen. Studien haben nun gezeigt, dass Boswellia die körpereigene Produktion von Leukotrienen blockiert. Diese Chemikalien können Entzündungen auslösen. Die Nebenwirkungen von Boswellia-Präparaten sind u. a. Magenverstimmungen, Übelkeit und Durchfall.
Akupunktur
Viele Menschen glauben, dass die Akupunktur arthrosebedingte Knieschmerzen lindern kann. Bei dieser Behandlung werden feine Nadeln an bestimmten Punkten in die Haut des Patienten gestochen. Man vermutet, dass der Körper dadurch natürliche, schmerzlindernde Chemikalien freisetzt. Um die Sicherheit der Behandlung zu gewährleisten, sollten Patienten sich nur von zugelassenen Akupunkteuren behandeln lassen. Die Akupunktur ist zur Behandlung der Gonarthrose vom gemeinsamen Bundesausschuss zugelassen.
Massage
Schon seit Jahrtausenden wird die Massage zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen angewendet, u. a. auch Knieschmerzen. Sie ist eine anerkannte Form der Skelettmuskulaturbehandlung, insbesondere für Leichtathleten und andere Sportler. Man sollte sich nur von zugelassenen Masseuren mit entsprechenden Qualifikationen behandeln lassen. Patienten mit chronischer Polyarthrose sollten den Therapeuten vor der Behandlung über ihre Erkrankung informieren.
Knieschienen
Wenn Sie Knieschmerzen haben oder sich von einer Knieverletzung erholen, kann eine Knieschiene nützlich sein. Sie wird an das Knie angepasst und sind in vielen verschiedenen Modellen und Materialien erhältlich. Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, welche Knieschiene für Sie geeignet ist. Eine Schiene sollte nicht als Heilmittel für Knieschmerzen betrachtet werden, kann aber bei bestimmten Tätigkeiten, wie beim Laufen oder einigen Sportarten, zusätzliche Stabilität geben.
Ruhigstellung
Bei manchen Knieverletzungen, insbesondere einer ausgerenkten Kniescheibe, kann Ihnen der Arzt eine Knieorthese zur Ruhigstellung des Kniegelenks verordnen. Eine Orthese verläuft am Bein entlang und ähnelt einem weichen Gipsverband. Sie schützt das Kniegelenk während der Rehabilitation.
